Preis und Qualität

“Ich bin so arm, ich kann mir nur Qualität leisten!”

Wow, dachte ich, als ich letzte Woche diesen Satz gehört habe! Vielleicht denken Sie, was ist das für ein “arroganter Sack”, der das gesagt hat. Dieser Satz hat mich erst einmal zum Nachdenken gebracht – und es stimmt!

Da sind mir sofort die Glasschalen eingefallen, die wir erst vor ein paar Monaten bei IKEA gekauft haben. Die waren sehr günstig, schön und praktisch in der Küche. Schon nach ein paar Wochen zeigte sich, dass die Glasschalen mit einer billigen Folie überzogen sind (anstatt gefärbtes Glas, wie angenommen) und diese nun Kratzer bekommt und sich auflöst. Jetzt schaun die Glasschalen nicht mehr schön aus und werden wohl kaum länger bei uns in der Küche Verwendung finden.

Geld gezahlt und kaum Nutzen. Wer billigt kauft, kauft meist zweimal – das haben wir daraus gelernt. Klar, es sind nur Glasschalen – trotzdem hätten wir uns das Geld (und auch die Zeit!) sparen können, wenn wir gleich Qualität gekauft hätten. Ganz abgesehen davon, dass wir uns ärgern und die Glasschalen auch noch entsorgen müssen…

Nicht nur bei Haushaltswaren finden sich zahlreiche ähnliche Beispiele. Das lässt sich auch ganz leicht auf andere Lebensbereiche übertragen, wie z.B.: Hotels – schlecht geschlafen, aber billig; günstiges japanisches Auto – schlechter Wiederverkauf…! Die Liste könnte beliebig erweitert werden…

Wie wäre es damit:

Gutes Geld, mehr als der Durchschnittsbürger ausgibt, für Seminare die einen wirklich weiter bringen. Oder der Kauf von qualitativ hochwertiger Kleidung, die zwar nicht ganz günstig ist und auch noch nach Jahren noch eine Top Qualität hat.

Fazit: Wer langfristig denkt, kann auf Dauer richtig Geld sparen und es für sinnvolle Zwecke ausgeben, lange Freude haben und auch mehr Zeit!

1 Kommentar zu „Preis und Qualität“

  • Herbert Maier:

    Deine Ansicht teile ich uneingeschränkt. Habe hierzu auch ein tolles Beispiel; ist zwar schon 25 Jahr her, aber trotzdem: umgezogen, neues Haus gemietet, zum ersten Mal mit offenem Kamin. Holz gebraucht, 4 Ster bestellt, aus Kostengründen Meterware (wollte selbst sägen und hacken), war billiger. Habe dann eine Kettensäge gebraucht (zum ersten Mal im Leben), habe eine (billige) Elektrosäge gekauft (entgegen der Empfehlung von Freunden), nach einer Stunde mühevollem Sägen wieder zu Obi, habe dann eine Motorsäge erstanden. Gesamtkosten: Elektrosäge 90 DM + Motorsäge 250 DM = 340 DM! Habe dann erfolgreich lauter 35 cm lange Holzklötze erstellt. Danach musste ich hacken. Erst ein Küchenbeil gekauft (war billig), ging relativ rasch kaputt (war auch mühsam), das nächste war eine Axt (klein, weil billig), ging auch kaputt, erst mit der dritten Axt (ca. 1 m lang und stabil) habe ich die 4 Ster erfolgreich bewältigt. Ab da habe ich den Satz meiner Mutter verstanden: “…ich kann mir nichts billiges leisten”.
    Beste Grüsse
    Herbert Maier

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Wer blogt hier?

Ralf Gerstenlauer Mein Name ist Ralf Gerstenlauer. Ich bin NLP-Trainer, Hypnosetherapeut (IKH) und Heilpraktiker f. Psychotherapie (nach HPG).

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